Unsere FAQ:

Wer ist der Schulträger?

Der „Freie Montessori-Schule Prüm e. V.“ wurde 2020 als Elterninitiative und Träger einer Freien Montessori-Schule mit Standort in Bitburg gegründet.

Am 30.08.2021 startete der Unterricht für die 1. und 2. Klasse.
Seit dem 05.09.22 sind zwei Klassen à 20 Kindern bei uns, aufgeteilt auf zwei Klassen.

Jedes Jahr kommt eine weitere Altersklasse hinzu, sodass wir ab 2024 konstant das 1. – 4. Schuljahr unterrichten mit insg. 80 Schüler/innen.

Kann man an der Freien Montessori-Schule Bitburg-Prüm Abitur machen? Gibt es eine weiterführende Schule?

Eine weiterführende Schule ist ab dem Schuljahr 2024/2025 angedacht, weil die Anmeldezahlen sehr hoch sind und die Montessori-Pädagogik bei vielen Eltern / Kindern sehr gefragt ist. Deshalb wollen wir ein langfristiges Konzept anbieten und mindestens den Unterricht bis zur 10. Klasse, idealerweise aber bis zum Abitur darstellen, wenn das Vorhaben gelingt.

Schulgemeinschaft

An unserer Schule bilden Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Eltern eine Gemeinschaft.

Das Engagement und die Mitarbeit der Eltern sind uns wichtig und ein essentieller Bestandteil unserer Schule und deren montessorischer Ausgestaltung. Die Elternmitarbeit gibt Ihnen die Möglichkeit, ihre Kinder aktiv zu begleiten und deren Schulzeit mit zu gestalten, sodass eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre entsteht. Als schulisches und soziales Netzwerk schätzen wir ein harmonisches und bereicherndes Miteinander.

Welche Lerninhalte / Lernziele gibt es an unserer Schule?

Bildung, Begleitung und Betreuung vom ersten bis zum vierten Schuljahr, nach den pädagogischen Leitlinien Maria Montessoris, das ist Aufgabe der Montessori-Schule Bitburg-Prüm.

Die Pädagogen stehen den jungen Menschen bei ihrer persönlichen und intellektuellen Entwicklung in ihrer jeweiligen individuellen Situation zur Seite. Hierbei wird der Rahmenlehrplan des Landes Rheinland-Pfalz umgesetzt.

Wir fördern das Heranwachsen zu werteorientierten, selbstständigen Menschen, die sowohl für sich als auch für die Gemeinschaft einstehen und für die der respektvolle Umgang mit den Ressourcen unserer Erde und allen Lebewesen selbstverständlich ist. Sie leisten perspektivisch einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer friedlichen Gesellschaft. In jeder Lerngruppe sind während des Unterrichts ein/e Lehrer/in mit 2. Staatsexamen UND eine/zwei weitere Pädagoge/innen für die Kinder da. Durch eine zusätzliche Kooperation ist sichergestellt, dass es zu keinem Unterrichtsausfall kommt.

Wie viele Schüler/innen sind in einer Lerngruppe?

In jeder Lerngruppe sind circa 20 Kinder. Diese werden von zwei bis drei PädagogInnen betreut.

Der Betreuungsschlüssel liegt bei 1 : 10. 

Wer finanziert die Schule? Wie hoch sind die Beiträge der Eltern?

Die gesamte Montessori-Pädagogik erfordert natürlich wesentlich mehr Lehrpersonal, große Klassenzimmer, viele Schulprojekte und spezielle, kostspielige Unterrichtsmaterialien, die über das Maß einer Regelschule hinausgehen.
Da unsere Schule erst ab dem Jahr 2024 von der Landesregierung Rheinland-Pfalz bezuschusst wird, wird die Schule in den ersten Jahren durch die Unterstützer und Spender des Vereins „Freie Montessori-Schule Bitburg-Prüm e.V.“ und durch monatliche Elternbeiträge finanziert.
Die monatlichen Zuwendungen der Eltern werden einkommensabhängig festgelegt, um dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit zu entsprechen (7% vom Haushaltseinkommen).
Ähnlich wie jemand mehr Steuern zahlt , wenn er viel verdient, so trägt er auch mehr zur finanziellen Absicherung der Schule bei, als jemand der weniger verdient. Ähnlich wie auch die Steuer einkommensabhängig ist.

Die Elternbeiträge liegen zwischen 289€ und 489€ monatlich pro Kind.

Für weitere Kinder gibt es eine Geschwisterermäßigung, die prozentual vom Beitrags des ersten Kindes abgezogen wird. Die Geschwisterermäßigungen sind formlos zu beantragen und erfolgen im Monat nach der Antragstellung. Aktuell werden 40% Rabatt gewährt.

Es entfallen die jährlichen Neuanschaffungen der Schulbücher.
Auch Stifte, Kleber, Papier und weitere Utensilien stehen immer für die Kinder vor Ort bereit.
Die Kinder müssen morgens lediglich etwas zu Essen und Trinken mitbringen.

Dafür wird eine Materialkostenpauschale von 120€ jährlich / Kind abgebucht.
Zudem wird der Schule ein Elterndarlehen von 1000€ - 3000€ (vor Schulbeginn) gewährt, was zurückgezahlt wird nach Verlassen der Schule.


Bei Montessori werden Kindern doch keine Grenzen gesetzt, oder?

Die Freiheit, die ein Kind bei Montessori erfährt, hat auch ihre Grenzen. Beschäftigt man sich mehr mit der Pädagogik von Maria Montessori, so wird man rasch bemerken, dass es eine Pädagogik mit klaren Regeln und Grenzen ist.
Montessori sagte: „Im Chaos von Grenzenlosigkeit kann nichts bestehen.“ und "Die Freiheit des Kindes muss als Grenze das Gemeinwohl haben." Freiheit ist eine soziale Größe.

Daher ist auch die Grenze der Freiheit in unserer Schule von allgemeinem Interesse. Es ist zum Beispiel sehr wichtig, dass man einander nicht bei der Arbeit stört.
Auch gelten bestimmte Regeln beim Gebrauch des Lernmaterials. Denn es soll für alle im gleich guten Zustand weiter zur Verwendung stehen. Wenn die Kinder eine Arbeit abgeschlossen haben wird erwartet, dass die Materialien wieder im selben Zustand wie zuvor an ihren Platz zurück gestellt werden.
Den Kindern wird beigebracht, wie sie in der Gruppe in positiver Weise miteinander umgehen, und sie entwickeln dabei ein gutes Sozialverhalten, Rücksichtnahme und Selbständigkeit.
Das funktioniert nur, wenn die Pädagogen selbst die Grenzen einhalten und diese an die Kinder weiter vermitteln.

Was ist Jahrgangsmischung?

So wie Lernen – insbesondere soziales Lernen – im normalen Alltag immer in altersgemischten Gruppen stattfindet, sollen die Kinder auch in der Schule lernen können. Orientierung für die Arbeit in gemischten Gruppen ist nicht das Alter der Kinder, sondern deren Interesse und Entwicklungsstand.
Erfahrungen sowie die Studien von Maria Montessori zeigen, dass die Jahrgangsmischung das Lern- und Sozialverhalten der Kinder sehr positiv beeinflusst.

Wo befindet sich die Schule?

Die Schule befindet sich in der Maria-Kundenreich-Straße 4, wo sich ebenfalls die VHS, Kreisverwaltung, katholische Familienbildungsstätte und (in Zukunft) auch der neue städtische Kindergarten befinden.

Es ist das zweite Gebäude auf der rechten Seite, Gebäude Nummer 2011.

Nutzen Sie den linken Eingang, um in die Schule zu gelangen.

Wie sind die Unterrichtszeiten und gibt es eine Nachmittagsbetreuung?

Der Unterrichtszeiten sind:
Mo-Do: 8-12 Uhr und 13-14 Uhr.
Fr: 8-12 Uhr.
Es gibt KEINE Hausaufgaben, alles wird in der Schule fertig bearbeitet.

Das Mittagessen kostet:
a) bei 4 Essen / Woche: 72€ mtl.
b) bei 5 Essen / Woche: 90€ mtl.

Es gibt ein Nachmittagsangebot von 14.00-16.30 Uhr.

Die Eltern können frei entscheiden, ob ihr Kind nur an bestimmten Tagen, oder an allen Tagen daran teilnehmen darf. Die Kosten richten sich je nach dem genutzten Angebot/Exkurs. Die Teilnahme an zwei der wöchentlichen Angebote der Beda-Stiftung (Musikschule / Jugendkunstschule / Tanz & Theater) kosten beispielsweise 75€ im Monat.

Wie sieht der Unterricht in Corona-Zeiten aus?

Wir sind sehr darum bemüht, dass der Unterricht vor Ort stattfinden kann.
So möchten wir sicherstellen, dass alle Kinder in lebendigem Austausch sind und das schöne Miteinander in der Gemeinschaft erhalten bleibt.  Im Bedarfsfall wäre Homeschooling möglich oder es wäre ggf. denkbar, die Kinder in kleinen Gruppen zu unterrichten.
Wir müssen grundsätzlich alle geltenden Bestimmungen einhalten, die uns als Schule auferlegt werden. Für den Bedarfsfall sind wir digital und technisch sehr gut aufgestellt.

Maria Montessori:

„Das Interesse des Kindes hängt allein von der Möglichkeit ab, eigene Entdeckungen zu machen. Die Freude, das Selbstwertgefühl, sich von anderen anerkannt und geliebt zu wissen, sich nützlich und fähig zu fühlen, das sind Faktoren von ungeheurer Bedeutung für die menschliche Seele. Schließlich bilden das Selbstwertgefühl und die Möglichkeit, an einer sozialen Organisation teilzuhaben, lebendige Kräfte. Und das gewinnt man nicht, indem man Lektionen auswendig lernt oder Probleme löst, die nichts mit dem praktischen Leben zu tun haben. Das Leben muss zum zentralen Punkt werden und die Bildung ein Mittel.“